Das FBI machte darauf aufmerksam, dass sich betrügerischer Spam, der die Nachrichten über das Erdbeben in China ausnutzt, in großen Mengen verbreitet hat.

Wenn ein globales Ereignis oder eine Katastrophe eintritt, ist es fast sicher, dass auch Spammer ihre Arbeit intensivieren werden. Der Grund dafür ist, dass es in solchen Fällen, insbesondere nach tragischen Nachrichten, einfacher ist, sich durch die Botschaften, die man in unerwünschten Briefen verschickt, täuschen zu lassen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Storm-Trojaner, der sich während der großen europäischen Stürme im vergangenen Jahr stark ausbreiten und viele Computer infizieren konnte.

FBI-Experten haben gewarnt, dass sich betrügerische Nachrichten im Zusammenhang mit dem Erdbeben vom 12. Mai in China bereits im Internet verbreiten. Daher sollte jeder bei E-Mails, die möglicherweise im Zusammenhang mit der Naturkatastrophe stehen, bei der Zehntausende Menschen ums Leben kamen, auf der Hut sein. Nach Angaben des FBI versprechen einige dieser Spam-Mails Benutzern, die die größten Spenden für notleidende Chinesen leisten, kostenlosen Urlaub. Die Briefe enthalten außerdem ein gefälschtes Logo eines Online-Zahlungsdienstes. Unaufgeforderte Nachrichten enthalten normalerweise die folgenden Sätze: „Helfen Sie mir“, „Helfen Sie mir bitte.“ Lesen Sie den Brief durch“, „Letzte Hoffnung. Hilf mir bitte".

Spam wegen Erdbebenmissbrauch

Auch das Sicherheitsunternehmen MX Logic überwacht kontinuierlich die Verbreitung von Spam im Zusammenhang mit dem Erdbeben in China. Nach Angaben des Unternehmens besteht das Ziel der Spammer eindeutig darin, Menschen zu täuschen und Geld zu verdienen. Stündlich können Zehntausende solcher Briefe verschickt werden. Darunter sind auch solche, deren Anhang ein infiziertes Word-Dokument enthält.